„Walt’s Gott“ ist altes, schlichtes Deutsch und bedeutet: Das walte Gott – möge Er es regieren, lenken und gelingen lassen.
Die Wurzel dieser Worte reicht bis in die Reformation zurück. In seinem Kleinen Katechismus von 1529 gab Martin Luther den Hausvätern eine Anleitung für den Morgen und den Abend mit: Beim Aufstehen und vor dem Schlafengehen sollten sie mit ihrem Haus sprechen:
„Das walt Gott Vater, Sohn und heiliger Geist!“
Mit diesem schlichten Satz begann und endete der Tag in unzähligen christlichen Häusern. Er wanderte sogar in das Gesangbuch: Martin Behm dichtete das Lied „Das walt Gott Vater und Gott Sohn“, und über Generationen sprachen Christen diese Worte ganz selbstverständlich über ihre Arbeit, ihren Weg und ihre Kinder. Am Morgen legten sie den Tag in Gottes Hand, am Abend ließen sie ihn dort.
Diese stille Gewissheit, dass alles unter Gottes Walten steht, möchten wir zurückgewinnen. Darum stellen wir alles, was in diesem Verlag geschieht, bewusst nicht unter unser eigenes Können: jedes Buch, jede Schrift, jeden stillen Handgriff dahinter. Nicht unser Geschick und nicht unsere Reichweite machen ein Wort fruchtbar, sondern Gott allein, der über allem waltet und uns in Christus begegnet.
Darum steht über jedem Band, den wir hinausgeben: Walt’s Gott.